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Re: Fernseher und Videorecorder als Mietgeräte
Spoonman schrieb:
------------------------------------------------------- > kleinbibo schrieb: > -------------------------------------------------- > ----- > > Jetzt habe ich das youtube-Video auch gesehen. > In > > Großbritannien wären Leihgeräte immes > > verbreitet gewesen und die waren VHS. Mir > scheint, > > dass hat einen maßgeblichen Einfluss gehabt. > > Ja, mit Sicherheit. Gemietete Fernsehgeräte waren > in Großbritannien wohl schon in den 50ern und > 60ern der Normalfall. Es gab mehrere Ketten, die > diesen Markt unter sich aufgeteilt habenn, u.a. > Radio Rentals, Granada und Rumbelows. Auch > gemietete Fernseher mit Münzeinwurf waren > anscheinend durchaus gängig. > > [www.youtube.com] > [www.youtube.com] > > > Hierzulande gab es doch auch in jeder Stadt > einen > > Telerent-Laden. Jedenfalls hatte Telerent auch > > VHS. Vielleicht hätte Philips da etwas anbieten > sollen … . > > Die Frage ist allerdings, wie groß der > Marktanteil der Mietgeräte in Deutschland war. > Ich kenne zwar die Anzeigen von Telerent aus den > Fernsehzeitschriften, aber ich kann mich an > niemanden in der Verwandtschaft oder im > Bekanntenkreis erinnern, der einen Fernseher oder > Videorecorder gemietet hat. Ich könnte mir > vorstellen, dass dieses Geschäftsmodell in weiten > Bevölkerungskreisen irgendwie als anrüchig galt. > Stattdessen hat man wohl lieber per Ratenzahlung > bei Quelle oder Neckermann bestellt. Das wiederum > war vielleicht in Großbritannien nicht so > verbreitet. Man konnte allerdings schon in den 60er Jahren in vielen Fachgeschäften Radios und Fernsehgeräte mieten. Unser erstes TV-Gerät war ein Mietgerät. Erzählt haben wir das natürlich niemandem ... Ausstellungsstand 1977 eines Fachgeschäftes auf einer Messe. Der Aufbau wird sich vermutlich nicht wesentlich vom Aufbau im Laden unterschieden haben. Angepriesen wurde u. a. die Weltpremiere Grundig VCR 4000. Am rechten Bildrand ein Schild "Grundig Euro Rental Mietsystem".
> > Aber Mietgeräte konnten natürlich durchaus > vorteilhaft sein, weil man ohne Probleme > regelmäßig auf die neueste Technik umsteigen > konnte (ähnlich wie heute beim Autoleasing): erst > von s/w auf Farbe, dann auf ein Gerät mit > Fernbedienung, dann auf Stereo, Videotext, etc. > Wie teuer das unterm Strich war, kann ich nicht > beurteilen. > Bei einem 12-Monatsvertrag war die monatliche Mietzahlung etwas niedriger als bei einem 36-Monatsvertrag. Dafür war die Aussicht deutlich besser, nach 12 Monaten ein technisch besseres Gerät zum gleichen Preis oder nur minimal teurer zu bekommen. Nach meinen Erfahrungen haben die telerent-Mitarbeiter nicht immer seriös gearbeitet. Das beste war, als ich mal nach Ablauf der 12 Monate ein Hifi-Stereogerät zur Bedingung machte für maximal 5 DM mehr im Monat und mir der Verkäufer erzählte, dass man für Stereo-Aufnahmen spezielle Cassetten benötigen würde, die deutlich teurer wären, da würden die billigen aus dem Supermarkt nicht gehen, was natürlich Unsinn war. Als das Stereogerät (Panasonic) gebracht wurde, habe ich gesagt erstmal testen, ob bei Sportkanal auch der Zweikanalton deutsch/englisch funktioniert. Der Mitarbeiter meinte, so etwas gäbe es nicht und war dann ziemlich erstaunt. Ein Vorteil der Mietgeräte war, dass technische Probleme folgenlos für den Kunden waren. Telerent kam bei Problemen idR noch am selben Tag und hatte auch Ersatzgeräte dabei. Allerdings haben sich Videorecorder ja schnell als sehr zuverlässige Geräte herausgestellt. 2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.26 19:38. In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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