Mit dem Erfolg der 'Biene Maja' wurde nach dem fast vergessenen Autor gefragt, der ein Vielschreiber war und der in den 20er Jahren seine Bedeutung eben durch 'Die Biene Maja und ihre Abenteuer' und dem Nachfolgeband 'Das Himmelsvolk' eine große Lesegemeinde und weite Verbreitung auch von Übersetzungen dieser naturnahen Märchenabenteuer fand. Zur Zeit, als Heribert Hauck und ich 'Die Biene Maja' als einen möglichen Stoff für eine langlaufende Trickfilmserie entdeckten, war uns weder der Autor noch seine Geisteshaltung bekannt. Wir wussten damals nicht, dass Waldemar Bonsels ein erklärter Antisemit war. Später wurden wir durch eine wissenschaftliche Untersuchung aufmerksam auf das Schicksal und die Haltung des Autors als eines angepassten Mitläufers nationalsozialistischer Gesinnung gemacht. Wir entschieden uns trotzdem für die Abenteuer der Biene. Wir sahen in Maja einen liebenswerten Charakter, der ähnlich eines Kindes anarchistische Züge besaß. Ein Kind, das die Welt erkunden und erforschen, Abenteuer bestehen und diese friedlich lösen wollte. Maja, das Beispiel eines Kindes, das sich emanzipieren will! Freunde und Feinde gab es genug in Wiese, Feld und Wald, so dass wir die Serie von 52 Episoden um weitere 52 aufstocken konnten, indem wir einen neuen zusätzlichen Charakter 'Alexander, der Große', die Maus, einführten.