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Re: 50 Jahre "Die Biene Maja": ZDF und KiKA mit Sonderprogramm
Kaschi schrieb:
------------------------------------------------------- > Ich hab' mir gerade das Buch "Man nannte mich > Insektenjupp" bestellt, die Autobiographie von > Josef Göhlen. Da wird bestimmt einiges über Maja > drin sein. Und über andere TV-Helden von > Kindheiten aus verschiedenen Jahrzehnten. Hab' inzwischen etwas in dem Buch stöbern können. Zu Wickie, Maja, Heidi und Co. heißt es da (S. 121f.): "Ich konnte ihm [d.i. Hans Andresen] bewundernd zuhören bei Verhandlungen mit Disney in Los Angeles als auch bei Zuiyo Enterprise in Tokyo, einer Firma, die später in Nippon Animation umbenannt wurde. Mit ihm wurde ein Kooperationsmodell erfunden, das jedem Partner finanzielle Investitionen gemessen am erworbenen Rechteumfang, nach Art und Umfang der Rechte, abverlangte. So war die Produktion, also die Herstellung, in Japan und die Autoren saßen in L. A. und München. Die Redaktion befand sich in Mainz beim ZDF, in München bei Taurus Film und in Wien beim ORF sowie Apollo Film. Die Vertriebsrechte für den asiatischen Raum lagen in Japan bei Nippon Animation, für den westeuropäischen, angelsächsischen, afrikanischen und südamerikanischen Raum aber bei Beta Film München. Dieses Modell, das sich möglicherweise etwas kompliziert liest, hat die Produktion für jeden Partner preiswert gemacht und eine erhöhte Produktionsqualität sowie zugleich die redaktionelle Hoheit des ZDF abgesichert. Nach diesem Modell entstanden achtundsiebzig Episoden 'Wickie und die starken Männer', 'Die Biene Maja' mit hundertvier Episoden, zweiundfünfzig Folgen von 'Pinocchio' und zweiundfünfzig Episoden der Serie 'Alice im Wunderland'. Diese Koproduktionen wurden dadurch erleichtert, dass zu dieser Zeit japanische Firmen auf den europäischen Markt drängten und deshalb europäischen Stoffen gegenüber aufgeschlossen waren. Die Tür nach Europa sollte 'Heidi' öffnen, ein Vorspiel zu den genannten Serien. Hierzu hatten die Japaner zu meiner aktiven Zeit bei Taurus Film Kontakt mit Beta Film aufgenommen und ihre Recherchen im 'Heidiland' Schweiz und in Frankfurt durch uns betreuen lassen. Ich lernte Isao Takahata, den Regisseur von 'Heidi' kennen und unser beiderseitiges karges Englisch ermöglichte doch eine Kommunikation, welche für eine gelegentliche redaktionelle Kritik und weitere, über Hans Andresens oder Tomoskue Suzukis vermittelte, Zusammenarbeit fruchtbar war." 1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.08.26 00:43. In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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