|
Re: 50 Jahre "Die Biene Maja": ZDF und KiKA mit Sonderprogramm
"Die Biene Maja" fasziniert mich bis heute, gerade wegen der dort immer wieder transportieren Botschaft, dass es möglich ist, miteinander friedlich umzugehen und sich nicht von negativen Emotionen vereinnahmen zu lassen. Hier eine Beispiel-Szene, die aus meiner Sicht sehr eindrucksvoll zeigt, wie auf den Racheakt zugunsten eines versöhnlichen Happy Ends verzichtet wird, was doch letztlich im Sinne aller Beteiligten ist:
frager schrieb: ------------------------------------------------------- > > Ich finde dass Pinocchio (das auch eine > Auftragsproduktion des ZDF war und die Rechte beim > Plopsa-Mutterkonzern Studio 100 sind)irgendwie > medial unterrespräsentiert ist; selbiges empfinde > ich bei Sindbad. Mir gefällt der Anime Pinocchio > Millionenmal besser als die Version von Disney. "Pinocchio" werden wahrscheinlich die meisten, die auch "Wickie", "Maja" und "Heidi" lieben, ebenfalls mögen, aber bei den wenigsten dürfte die Serie an erster Stelle stehen. Zum einen stand die Zeichentrickserie wahrscheinlich wirklich immer etwas im Schatten des Disney-Meisterwerks. Zum anderen zieht sich die Geschichte in der Zeichentrickserie sehr in die Länge und ist stark geprägt von vielen frustrierenden Momenten, Betrug und sozialer Ablehnung. Ich muss dazu sagen, dass ich selbst ein großer Fan von solchen Leidensweg-Geschichten mit einer schwermütigen Dynamik bin, weshalb mich auch die Frankfurt-Folgen in "Heidi" oder verwandte Zeichentrickserie wie "Puschel, das Eichhorn" und "Niklaas, ein Junge auf Flandern" so sehr faszinieren - also gerade dieser Kontrast von einem guten Herz und einer harten, ungerechten Umwelt. Aber nicht etwa deshalb, weil ich Lust darauf hätte, solche leidvollen sozialen Konfliktsituationen selbst zu erleben, sondern weil mir solche Serien bis heute große Hoffnung machen, dass man diese Krisen bewältigen kann. Mit der Figur "Pinocchio" kann ich mich sogar teilweise identifizieren. Pinocchio agiert ja oft ohne das intuitive Gespür für gesellschaftliche Normen und Konventionen. Das scheint mir als Asperger-Autisten ja auch eher zu fehlen. So muss Pinocchio quasi alle sozialen Regeln durch seine Fehler schmerzhaft erlernen, weil er sie instinktiv nicht beherrscht. Meistens hat Pinocchio ja gute Absichten, möchte Geppetto helfen bzw. ein "guter Junge" sein. Aber die Umsetzung gelingt ihm leider nicht bzw. sie wirkt auf seine Umwelt dann oft ungeschickt oder teilweise sogar rebellisch, weshalb er dann Unverständnis und Ablehnung erntet. Gerade bei solchen Situationen, die ich teilweise auch aus meiner eigenen Biografie kenne, habe ich immer besonders mitgelitten – und das tatsächlich, obwohl ich selbst als Kind nie das Image eines frechen Jungen hatte, sondern vielmehr als "Streber" wahrgenommen wurde. In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||