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Re: ARD-Doku WM 1994 "Elf Helden - ein Albtraum"
Spoonman schrieb:
------------------------------------------------------- > Wilkie schrieb: > -------------------------------------------------- > ----- > > Ich bin auch erst mit der 1. Folge durch, aber > das > > geht sicherlich in diesem Ton noch 3 x 45 > Minuten > > weiter mit Enttäuschungen und Peinlichkeiten, > > dass Bodo nicht zu seiner Bianca durfte oder > > umgekehrt, war ja erst der Auftakt. > > Zum Schluss bekommt es ein positiven Dreh, weil > die EM 1996 noch ca. 25 Minuten lang abgehandelt > wird :) > > Insgesamt kann ich wohl ganz froh sein, dass ich > die ganzen Nebengeräusche 1994 kaum mitbekommen > habe. Das Internet spielte noch keine Rolle, und > die Bildzeitung (das Zentralorgan der > Niedertracht) habe ich nie gelesen. Nur die > Sport-Bild habe ich manchmal gekauft, aber > während der WM war eine Wochenzeitschrift > ziemlich sinnlos. Wenn ich Alfred Draxler sehe, > wird mir immer ein bisschen übel. In Folge 4 > distanziert sich er sich von einem seiner > damaligen Machwerke - ob man ihm das abnimmt, muss > jeder selbst entscheiden. > > An Effes Stinkefinger konnte ich mich noch > erinnern, aber das Theater mit Bianca Illgner war > mir neu. Dafür wusste ich noch, dass die > Verfolgungsjagd mit O.J. Simpson während der WM > stattgefunden hatte. Ich habe die Einzelheiten damals auch teils überhaupt nicht oder nur verschwommen mitbekommem. Die EM 96-Episode hat mich gefreut, Vogts hatte wirklich dazugelernt. Was für eine schöne Unterkunft hatte der DFB damals in England im Vergleich zu dem Riesenhotel in Chicago, wobei ich allerdings nicht weiß, ob es solche Landhotels - Fawlty Towers lässt grüßen - überhaupt gibt in den USA. Gut kommen weg: Vor allem Klinsmann, er hat sich offenbar aus allem rausgehalten und aufs Toreschießen konzentriert, dann auch Strunz, Helmer und auch etwas Effenberg mit klugen Einschätzungen Schlecht kommt weg: Matthäus, man erkennt, warum er es in seiner Trainerkarriere nicht besonders weit gebracht hat. Seine eigenen Interessen waren ihm wichtiger als der Erfolg der Mannschaft. Beckenbauer auch, aber der war ja nicht mehr Teil der Mannschaft. Vogts: War 94 überfordert, ohne Führungsstärke, vor allem das stundenlange Golfspielen vor dem Vormittagstraining zu tolerieren, war unmöglich, dann wieder engstirnig in der Effenberg-Geschichte. Als den großen Verlierer sehe ich Franz Beckenbauer. Bei der PK um die zwei Bertis mit den Äußerungen "Ein Berti reicht" und "wir reden hier über zwei Pfeifen" mit anschließendem Gelächter der Journalisten, sieht man, dass er nach dem WM-Gewinn 1990 offenbar völlig den Boden unter seinen Füßen verloren hatte. Ich glaube, ihm war gar nicht bewusst, was er da redete und welchen Schaden er damit anrichtete. Schlimm, dass man ihm alles durchgehen ließ. Aber es gibt nichts im Leben, was nicht seine zwei Seiten hat. Als er während der Aufdeckung der WM-Affäre 2006 zum ersten mal wirklich Gegenwind zu spüren bekam in der Öffentlichkeit, hat ihm dies offenbar gesundheitlich schwer zugesetzt. In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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