Wir feiern hier in der Schweiz 2 Monate ohne normales Leben, wurden doch ab 28. Februar alle grösseren Veranstaltungen per sofort verboten. Selbst ich als Choleriker bin negativ überrascht, wie viele Waren nach wie vor rar sind. Inzwischen gibt es z.B. Lieferprobleme beim Schweizer Mineralwasser (Marke "Valser" zwei Wochen nacheinander nicht erhältlich), weshalb die Lücken im Regal nun ausgerechnet mit italienischem Mineralwasser aufgefüllt worden sind. Desinfektionsmittel habe ich vor kurzem ein zweites Mal seit Ausbruch der Krise im Laden angetroffen und entsprechend gekauft, den Bereich mit dem Toilettenpapier habe ich dieses Wochenende ausgelassen und weiss daher nicht, wie hier die aktuelle Lage aussieht. Da aber in der Zeitung von diesem Sonntag, 26. April sich erneut ein Artikel mit der Frage beschäftigt, warum Toilettenpapier so selten im Laden vorrätig ist, gehe ich davon aus, dass das Problem nach wie vor nicht gelöst ist. Der Artikel kommt übrigens zum Fazit:
"Marktforscher haben jedoch rasch festgestellt, dass es kaum zu grossen Hamsterkäufen kam. Wenn viele Konsumenten nur ein klein wenig mehr kaufen als üblich, macht das viel aus bei Produkten, deren Absatz die Händler in normalen Zeiten genau planen können. Und es gibt gute Gründe, mehr zu kaufen: Weil Betriebe, Schulen und Restaurants geschlossen sind, wird zu Hause mehr Pasta gekocht und mehr WC-Papier verbraucht. Hätte der Wettbewerb spielen können, hätte es nie leere Regale gegeben. Findige Gewerbler hätten das überschüssige WC-Papier aus Betrieben und Restaurants weiterverkauft. Der Mehraufwand hätte sich aber nur gelohnt, wenn die Preise gestiegen wären. Auch Migros und Coop hätten mit höheren Preisen dafür sorgen können, dass nur das Nötigste gekauft wird. Aber lieber lassen sie Regale leer, als Kunden zu verärgern."