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Re: Cowboy und Indianer
Also, in Hamborg-Bormbek hat man sowieso nicht von Cowboys und Indianern gesprochen, sondern von Intschepupern und Trapperködeln.
Und eigentlich waren alle Intschepuper, weil jeder der etwas auf sich hielt einen Flitzebogen hatte, Spielzeugpistolen mit Knallplätzchen waren zwar auch hoch angesehen, aber eben zu teuer im Unterhalt (= Munition). Helden Nummer 1 und 2 waren Winnetou und Old Shatterhand, die waren auch die einzigen, die wir im TV sehen konnten, kamen Mitte der 70er immer Sonntagsnachmittags und wir haben uns sehr darauf gefreut. John Wayne und Co. liefen viel zu spät um sie sehen zu dürfen. Wichtig waren auch die Heftchen aus dem BASTEI-Verlag: Silberpfeil, Lasso etc. Da waren die Indianer ja eigentlich auch immer die Guten. Nicht zu vergessen der Weihnachtsvierteiler Lederstrumpf. Wer von uns war denn nicht erschüttert über Unkas`Tod? Später fielen die Western, in denen die Indianer immer nur idiotisch um die Wagenburgen herum ritten um sich abschießen zu lassen, bei uns total durch und wurden nur müde belächelt. Fazit: Indianer wurden schon sehr bewundert von uns, nicht zuletzt weil ein Indianer keinen Schmerz kennt. ;-) P.S. Bei uns zuhause konnten wir keine DDR Programme empfangen, aber meine Freunde behaupteten immer DDR-Western wären blöd, weil man da bei den Indianern die Narben der Pocken-Impfung auf den Armen sehen würde. In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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