|
Re: Cowboy und Indianer
Ich bin ja im "Westen" grossgeworden, wollte aber bei Cowboy und Indianerspielen auch immer der Indianer sein. Auch Karneval war ich lieber Indianer als Cowboy, auch wenn das schminktechnisch mit viel mehr Aufwand verbunden war.
Wie Cormac schon sagte, hat Winnetou und insgesamt Karl May wohl zu einem positiven Indianerbild auch in Westdeutschland beigetragen. Zusaetzlich habe ich noch die Buecher von Cooper (u.a. Der letzte Mohikaner) verschlungen, die dann ja auch mit Hellmut Lange verfilmt wurden. Auch hier wiederum ein positives Indianerbild. Da meine Soehne immer noch im Winnetoualter sind, flimmern diese Streifen ab und zu mal ueber unseren Bildschirm, und mein Mann (Amerikaner) sagt, dass das deutsche Bild des Wilden Westens viel indianerfreundlicher war als zur gleichen Zeit in Amerika. Also vielleicht eher ein gesamtdeutsches Phaenomen? Allerdings erinnere ich mich noch an einen Urlaub in der DDR, in dem meine Cousinen und ich den Film "Tecumseh" im Kino sahen. Das war ja nun schon doch anders als Winnetou. Ein gewisser klassenkaempferischer oder gesellschaftskritischer Aspekt kam da vor, den es bei Winnetou nicht gab. Da ging es eher um Indivduen und "den edlen Wilden", ein Motiv, das ja in der deutschen Literatur immer schon mal vorkam. Rosalia In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||