Zur Pilotfolge von Fury: "Die Broken Wheel Ranch / Joey finds a friend":
Joe ist in dieser Folge noch keineswegs der folgsame, wenn auch mutige Junge, der er in den späteren Folgen sein wird. Er ist als Straßenjunge gegenüber dem Gericht und dem Zeugen Jim Newton äußerst misstrauisch, ja feindlich eingestellt. Er will nicht (wieder?) in ein Heim gesteckt werden. Erst als Jim seine Pferde-Ranch ins Spiel bringt, wird Joe hellhörig. Da öffnet er sich, zunächst. Und kommt mit auf die Ranch. Joe gelingt es dann als einzigem, sich dem neu gefangenen Hengst Fury zu nähern, ohne dass dieser ausrastet. Auch, weil er sich ihm "in Gefangenschaft" emotional verbunden fühlt.
Pete bedrängt Jim: "Eine Frau gehört ins Haus!" und meint damit offensichtlich die Lehrerin aus der Nachbarschaft, Miss Watkins. "Das verstehst Du nicht!" kontert Jim und betrachtet dabei ein Bild seiner Frau und seines Jungen, die bei einem Verkehrsunfall durch einen Betrunkenen ums Leben gekommen sind.
Doch Joe haut nach ein paar Tagen wieder ab, weil Jim seinem Ranch-Gehilfen Bart (Lane Bradford) glaubt und nicht ihm. "Ich gehe dahin zurück, wo ich hingehöre!" Erst als Miss Watkins Jim darauf hinweist, dass dieser vielleicht falsch gelegen haben könnte und damit für Joe ein Idol zusammengebrochen sein könnte, kommt Jim ins Nachdenken. Ein Brief von Joe überzeugt ihn, dass er falsch entschieden hat.
Fury ist währenddessen ausgebrochen, verletzt sich und wird von dem mittlerweile gekündigten Mistkerl Bart bedroht, der das Pferd erschießen will. Joe versucht, ihn davon abzuhalten, doch erst Jim kann Bart besiegen und Fury damit retten. Joe bleibt nun doch auf der Broken Wheel Ranch.
Soweit die Handlung. Ich finde insbesondere die schauspielerische Leistung von Bobby Diamond als Joe beeindruckend für ein Kind, wechselnd zwischen störrisch-aggressiv und Vertrauen fassend. Ansonsten hat diese Folge deutlich mehr Tiefgang, der auch für kindliche Zuschauer nachvollziehbar sein dürfte, als die Pilotfolgen bei "Lassie", erst recht als bei "Rin Tin Tin".
Später relativieren sich diese Unterschiede. Aber beim Start hat Fury aus meiner Sicht bei den drei Schwarzweiß-Serien klar die Nase vorn.
Kaschi schrieb:
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> Ich fang mal mit den beiden Hundeserien an, die
> ich halbwegs im Kopf habe. Bei "Lassie" muss Jeff
> erstmal verstehen, dass die Collie-Hündin, auch
> wenn er sie geerbt hat, ihren eigenen Willen hat
> und nicht so einfach bei ihm bleiben will. Jeff
> kann Lassie nicht zwingen. Er muss einiges tun,
> damit er die Zuneigung des Hundes gewinnt. - Bei
> "Rin Tin Tin" ist diese Frage zu Beginn der
> Pilotfolge bereits geklärt. Es geht nur darum, ob
> Rusty und Rinty im Fort bleiben dürfen oder
> nicht, was durch das erste Abenteuer beantwortet
> wird.
>
> Deshalb aus meiner Sicht: klarer Punktsieg für
> Lassie! Auch wenn das Kind in mir Rin Tin Tin
> mindestens genauso sehr mag.