Inwieweit die BRAVO ein seriöses Informationsmedium ist, sei dahin gestellt.
Dennoch zwei kurze Ausschnitte aus dem dreiteiligen Daktari-Bericht anno 1969 (Nr. 18 - 20):
"Judy ist in den vier Jahren Dreharbeit zu 'Daktari' ein ausgepichter TV-Star geworden", konstatiert Ralph Helfer mit Hochachtung. "Sie wurde klüger als jedes andere Tier, das ich kenne. Judy befolgt 125 Befehle aufs Wort. Wenn sie den Ruf 'Action!' (Aufnahme!) hört, geht sie zur Kamera. Wenn der Signalpfiff ertönt, weiß sie, daß die Kamera läuft. Ein Wink genügt, und sie schaut in die Richtung, in die sie blicken soll. Judy springt auf Kommando hoch. Sie läuft los, wenn es das Drehbuch verlangt. Sie bleibt genau an den markierten Stellen stehen. Sie springt mutig auf ein Pferd, macht Saltos, klettert einen Baum hoch und kommt 'aufs Wort' wieder runter. Und sie hat - das ist das Erstaunlichste an ihr - schon fast gelernt, ihren Namen zu schreiben. 'Jud' kann man mit einigem guten Willen entziffern!"
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Sie stellte einmal fest, daß Clarence nervös reagiert, wenn eine Trompete geblasen wird. In einer Drehpause stahl sie dem Aufnahmeleiter die kleine Signaltrompete, pirschte sich über mehrere Bäume an Clarence heran und blies ihm - über ihm im Geäst hängend - ins Ohr. Clarence sprang entsetzt auf und ergriff die Flucht ...
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[Über den schielenden Clarence]
Ein Doktor versuchte sein Glück sogar mit einer Brille - vergebens. Clarence schielte eigenwillig darüber hinweg. Ebenso eigenwillig findet er sich seitdem damit ab, daß er zum Beispiel an der Tür seines Kombiwagens vorbeispringt und mit seinem dicken Kopf gegen die Autowand prallt. Oder daß er hungrig nach einem Stück Fleisch greift - und stattdessen einen Dreckklumpen erwischt. In der freien Natur würde Clarence glatt verhungern. ... In die Badewanne hingegen geht er nur alle zwei Wochen unter größtem Protest. Die anschließende Bürstenmassage genießt er als zarte Entschädigung, die nicht lange genug dauern kann. ... So gutmütig, freundlich und lieb Clarence auch ist - am Schwanz darf man ihn nicht ziehen. Und gerade das tut Judy allzu gern und allzu oft. Folge: Der königliche Star ist beleidigt und legt zum Entsetzen des Regisseurs eine Pause nach eigener Regie ein.