Das scheint ein interessanter Film zu sein. Ich hab mir vorhin die ersten paar Minuten angesehen und könnte mir vorstellen, ihn zu Ende zu gucken, ohne dass ich auch nur ein Wort Polnisch verstehe. Das grobe Handlungsgerüst hätte ich mir auch in einem DDR-"Polizeiruf" oder in der Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort" vorstellen können.
In der DDR lief "Unfallstrecke" ab dem 4.1.74 im Kino und am 10.1.75 im Fernsehen.
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www.filmdienst.de]
Weiß jemand, ob in der ARD die DDR-Synchronfassung lief?
In dieser Dissertation wird der Film ab Seite 193 ausführlich behandelt: [
d-nb.info]
Quote
Im Jahre 1974 fand die DDR-Premiere des Kriminalfilmes aus der Volksrepublik Polen
aus dem Jahre 1972 „Poślizg“ („Die Unfallstrecke“) unter der Regie von Jan Łomnicki
statt. Erzählt wird hier die Geschichte des Fotografen Marek, der während seines
Krankenhausaufenthaltes die verheiratete Krankenschwester Halina kennenlernt und mit
ihr eine Liebesaffäre erlebt. Sie begeben sich mitten im kalten Winter auf eine Reise und
verbringen miteinander einige Tage. Auf der Rückfahrt werden sie in einem Warschauer
Vorort Zeugen eines Unfalls und sehen, dass einer der Fahrer vom Tatort flüchtet. Marek
lädt Halina danach zu sich nach Hause ein und macht ihr einen Heiratsantrag. Als sie ihn
ablehnt, kommt er auf eine verbrecherische Idee, um dem Mädchen zu imponieren. Die
Inspiration für seine Tat stellt der auf der Rückfahrt gesehene Autounfall dar.
Die Meinungen über die im Film dargestellte Geschichte waren gleich nach seiner
polnischen Premiere sehr umstritten, was auch von der DDR-Presse angemerkt wurde. (...)