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"Andreas Türck": ProSieben-Talkshow wird aus dem Archiv geholt
Seit knapp zwei Wochen wird auf dem Kanal täglich eine Klassikerfolge veröffentlicht - mit so schillernden Themen wie "Andreas, wenn Du mich siehst, trifft Dich der Schlag!", "Andreas, was soll ich machen? Mein Freund nimmt Drogen!" oder "Andreas, hilf mir! Ich will meine Nacktfotos zurück!". Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen kontinuierlich weitere komplette Ausgaben der Talkshow auf YouTube veröffentlicht. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil auf dem eigentlichen Portal des Streamingdienstes (joyn.de) von "Andreas Türck" nichts zu finden ist. Möglicherweise wird dies noch folgen. Andererseits ist in letzter Zeit zu beobachten, dass sowohl Joyn als auch RTL+ nicht nur ihre hauseigenen Dienste mit Inhalten füllen, sondern auch die Strategie verfolgen, parallel verstärkt auch auf YouTube vertreten zu sein. Nachdem ProSieben mit "Arabella" auf dem 14-Uhr-Sendeplatz bereits ein paar Jahre lang eine erfolgreiche Talkshow im Programm hatte, startete der Sender am 25. Februar 1998 mit "Andreas Türck" ein zweites Format, das anschließend den Sendeplatz um 15 Uhr übernahm. Auf Anhieb wurde die Talkshow ein Erfolg. Im Gegensatz zu "Hans Meiser" oder auch "Bärbel Schäfer" trafen bei Türck häufig Menschen aufeinander, die sich persönlich bereits kannten und im Studio ihre privaten Fehden öffentlich austrugen. Türcks Moderationsstil war betont flapsig und es kam sogar vor, dass er sich über seine Gäste lustig machte. Wenn sich die Talkgäste verbal in die Haare kamen, ging Türck nicht immer dazwischen, sondern nahm einfach auf der Studiotreppe im Publikum Platz und beobachtete amüsiert das Geschehen. "Andreas Türck" war auch eines der Formate, das aufgrund der reißerischen, derben Themen als "Schmuddeltalk" ins Visier der Jugendschützer geriet. Nach der aufkeimenden Debatte wurden manche Themen entschärft, doch einen nachhaltigen Einfluss hatte die Kritik auf den Inhalt der Talkshow nicht. Andreas Türck erlangte zeitweise eine große Popularität, vergleichbar mit der eines Musikstars, und kam insbesondere beim weiblichen Publikum sehr gut an. So kam es, dass 1999 ein zusätzlicher Ableger namens "Andreas Türck Lovestories" ins Leben gerufen wurde, der samstags um 18 Uhr lief. Beide Formate endeten im Januar 2002. Von der regulären Talkshow wurden mehr als 850 Folgen produziert. Bis Sommer 2003 behielt ProSieben die Talkshow mittags noch mit Wiederholungen im Programm. 13.04.2026 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste Bild: ProSieben/Screenshot [www.wunschliste.de]
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