Das ist eine sehr berechtigte Frage, Silenzio, auf die ich aber leider auch keine plausible Antwort weiß. Überlicherweise gab es nur dann Sprecherwechsel zu beklagen, wenn nach einer Ausstrahlungspause neue Folgen eingedeutscht wurden, also eine neue Synchronphase begann. Meistens war sogar nur eine einzige Stimme betroffen, weil der entsprechende Synchronschauspieler wegen anderer Termine oder wegen Krankheit gerade nicht zur Verfügung stand.
Als Beispiel würde mir adhoc einfallen "Hawaii Fünf-Null" (ARD-Synchro), wo Danny Williams in den zweiten 13 Folgen von Thomas Danneberg vertont wurde und nicht mehr von Randolf Kronberg. Oder auch "Kein Fall für FBI", wo in der dritten Synchronphase Christian Wolff durch Horst Raspe ersetzt wurde auf Lieutenant Jim Conway. In ganz wenigen Episoden hörte man in der Serie auch Lieutenant Otto Lindström mit einer anderen Stimme, als dem gewohnten Anton Reimer.
Aber so viele Stimmen der Protagonisten nach nur einer Folge auszutauschen wie bei "Tammy" dürfte wohl einmalig gewesen sein in der langen TV-Geschichte. Zumindest fällt mir selbst nach langem Überlegen kein weiteres Beispiel ein. Läßt sich denn aus dem Booklet kein versteckter Hinweis entnehmen, aus dem sich möglicherweise eine Erklärung ableiten ließe? Vielleicht war die Synchro der Pilotfolge nur eine Art Demoversion und man vergaß sie mit den Standardstimmen nochmals neu zu vertonen. Ich weiß, ist sehr weit hergeholt, aber Skurrilitäten gab es ja schon genug... ;-)
Gruß
Stahlnetz
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann