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"Klar": Kontroverse ARD-Reportagereihe wird mit neuen Folgen fortgesetzt
Die Reihe "Klar" möchte sich weiterhin laut den Verantwortlichen mit gesellschaftlichen Streitfragen beschäftigen, die in der Mitte der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden. In "Zielscheibe Polizei: Pöbeln, Hass und Gewalt" sprechen Tanit Koch und ein NDR-Reporterteam mit Polizeikräften über ihren Berufsalltag und die vielen Anfeindungen, denen sie täglich bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind, von Respektlosigkeiten bis zu körperlichen Attacken. Laut der Reportage warnen Experten vor den Langzeitschäden der permanenten Belastung, auch durch vermeintlich harmlose Sprüche. Das Gehirn kann gar nicht anders, als mit Alarm darauf zu reagieren, so der Psychotherapeut Sven Steffes-Holländer in der "Klar"-Ausgabe, der seit 20 Jahren Polizistinnen und Polizisten behandelt. Für einige von ihnen führe der dauerhafte Stresszustand langfristig zu Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Sendung begleitet u. a. einen Polizisten aus Lübeck, der nach einem Einsatz in die Notaufnahme musste, da ein alkoholisierter Mann ihm die Schulter auskugelte. Als Folge davon war er mehrere Monate dienstunfähig, was für ihn eine harte, auch psychische Belastung darstellte: Von meinem inneren Auge war ich kurz davor zu sagen, ich bleibe für mein Leben lang irgendwie einarmig.Heute bildet er junge Polizisten aus mit dem Ziel, sie besser auf Gewalt im Einsatz vorzubereiten. Das Reportage-Format "Klar" wird im Wechsel von NDR und BR produziert. Sämtliche Ausgaben sind weiterhin in der ARD Mediathek und auf den YouTube-Kanälen NDR Doku und BR24 zu sehen. 31.03.2026 - Vera Tidona/TV Wunschliste Bild: NDR/Hendrik Lüders [www.wunschliste.de]
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