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RTL goes Künstliche Intelligenz: Neue "Strafgericht"-Folgen entstehen durch KI
Genauer gesagt sollen aus fertig produzierten Folgen der Gerichtsshow durch KI-gestützte Bearbeitung neue Episoden mit veränderter Dramaturgie, neuen Darstellern und alternativen Urteilen entstehen. Jede Folge werde dabei juristisch geprüft und redaktionell verantwortet. RTL Deutschland und die Produktionsfirma Constantin Entertainment wollen dadurch "ein starkes Zeichen" setzen. Gleichzeitig mutet das Szenario auch wie eine düstere Zukunftsvision an, denn es veranschaulicht, wie obsolet dadurch die Verpflichtung von realen Darstellern bzw. Dreharbeiten an sich werden können. In Babelsberg, wo "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" produziert wird, wird zudem unter realen Produktionsbedingungen pilotiert, wie KI die Serienproduktion flexibler und visuell anspruchsvoller machen kann. Virtuell erweiterte Hintergründe kommen etwa bereits bei "Unter uns" und "Alles was zählt" zum Einsatz. Auch bei der Produktion von "Club der roten Bänder - Die neue Generation" wird KI genutzt, um Kulissen digital zu erweitern und "visuelle Möglichkeiten gezielt auszubauen, um damit neue gestalterische Spielräume zu schaffen". Ein weiterer Baustein ist das KI-Tool "AI Director", das bei RTL Studios zur Unterstützung der Postproduktion von Reality-Formaten zum Einsatz kommt. Das System analysiere Audio- und Videomaterial, transkribiere Inhalte, erkenne relevante Szenen und helfe bei der Strukturierung von Storylines. Der erste großflächige Einsatz soll bei der nächsten "Are You The One?"-Produktion im April in Thailand erfolgen. Bereits zur Weihnachtszeit strahlte RTL KI-generierte Werbetrenner aus - an Ostern wird dies mit einer Vielzahl KI-basierter Varianten erneut der Fall sein. RTL Deutschland will den Einsatz Künstlicher Intelligenz im On-Air-Branding weiter vorantreiben. ![]() Wir entwickeln RTL Deutschland konsequent zum führenden Agentic AI Medienhaus im deutschsprachigen Raum. Der nächste Schritt besteht darin, KI als intelligenten Partner für unsere Mitarbeitenden fest in allen Prozessen zu verankern mit dem klaren Ziel, Qualität, Innovationskraft und den kreativen Fokus unserer Teams nachhaltig zu stärken, erläutert CEO Stephan Schmitter. Ziel sei es, KI als handlungsfähige Assistenz systematisch in zentrale Workflows zu integrieren - Hand in Hand mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland: Künstliche Intelligenz ist bei RTL Deutschland integrativer Bestandteil für Streaming und TV. Sie beschleunigt Prozesse, schafft Freiräume für kreative Teams und hilft uns, Must-See-Inhalte zu entwickeln, bei klarer kreativer Verantwortung des Menschen. Gemeinsam mit starken Partnern entwickeln wir unsere Inhalteangebote weiter und freuen uns über alle Produzenten, die mit mutigen Ideen auf uns zukommen. RTL Deutschland setze KI konkret in Content- und Produktionsprozessen ein - von der Herstellung über die Postproduktion bis zur Ausspielung. Ziel sei es, "Inhalte schneller auf den Screen zu bringen, Teams bei Routinen zu entlasten und kreative Spielräume zu vergrößern. Dabei gelten klare Standards für Qualität, Verantwortung, Datenschutz und Rechte." 27.03.2026 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste Bild: RTL [www.wunschliste.de]
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