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Sarah Engels vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026
Zunächst durften alle neun Teilnehmer ihre Songs zum Besten geben, ehe eine 20-köpfige Fachjury aus 20 ESC-Teilnehmerländern drei davon ins Superfinale wählte und zur Abstimmung durch das Publikum freigab. Darunter befanden sich neben Sarah Engels auch der 27-jährige wavvyboi mit seiner Glam-Rock-Hymne "Black Glitter" und die 25-jährige Molly Sue mit ihrer gefühlvollen Ballade "Optimist (Ha Ha Ha)". Im finalen Voting ging es dann recht knapp zu: 27,55 Prozent entschieden sich für Molly Sue, wavvyboi kam auf 34,15 Prozent, 38,30 Prozent entfielen auf die Gewinnerin Sarah Engels, die als mit Abstand bekannteste Künstlerin des Abends sicher auch von ihrer großen Fangemeinde profitiert haben dürfte. Den Siegerpokal überreichten ihr Abor & Tynna, die im vergangenen Jahr den Vorentscheid für sich entschieden und mit "Baller" in Basel den 15. Platz belegt hatten. Ich bin überwältigt und unendlich dankbar für diesen Moment. Der ESC war immer ein Traum für mich - und jetzt darf ich Deutschland bei der größten Musikshow der Welt vertreten. Danke an alle, die an mich geglaubt und mich auf diesem Weg begleitet haben. Ich freue mich riesig darauf, beim ESC alles auf die Bühne zu bringen, was in mir steckt, so die 33-Jährige über ihren Sieg. Nachdem in den vergangenen 30 Jahren der NDR für die Inszenierung und Vorauswahl verantwortlich gezeichnet hatte (2025 gemeinsam mit RTL und Stefan Raab), übernahm nun der SWR erstmals die Verantwortung des Vorentscheids und legte einen erkennbar größeren Fokus auf die Bühneninszenierungen der jeweiligen Songs. Als Moderatorinnen fungierten Barbara Schöneberger und Hazel Brugger, die gewohnt launig durch den Abend führten und einige Längen durch Umbaupausen mit viel Humor überbrückten. Als prominente Gäste waren Comedienne Carolin Kebekus, ESC-Ikone Paola Felix, Schauspieler Hans Sigl und Michael Schulte anwesend, der 2018 in Lissabon den vierten Platz erreicht hatte und seinen damaligen Song "You Let Me Walk Alone" sowie "Satellite" von Lena Meyer-Landrut performte, der vom Publikum zum beliebtesten deutschen ESC-Song aller Zeiten gekürt wurde. Aus Quotensicht lief es für "Das Deutsche Finale" blendend: Insgesamt sahen 3,65 Millionen ESC-Fans die Liveübertragung im Ersten, das waren sogar noch 100.000 mehr als letztes Jahr. Der Marktanteil betrug sehr gute 18,1 Prozent und fiel bei den 14- bis 49-Jährigen noch höher aus: Hier standen satte 27,4 Prozent bei 1,09 Millionen zu Buche, womit man sich obendrein den Tagessieg sicherte. Ob Sarah Engels in Wien eine Chance haben wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Wie so oft waren die Reaktionen auf ihren Sieg sowohl im Netz, aber auch bei der Fachjury vor Ort gemischt. Bezeichnend: Noch bevor der Vorentscheid über die Bühne gegangen war, sahen die internationalen Wettquoten, die häufig einen Fingerzeig auf den Finalausgang geben, Deutschland gerade mal auf Platz 22 - noch hinter Ländern wie Luxemburg oder Armenien. Nach vielen Jahren, in denen die deutschen Beiträge größtenteils baden gingen, wird in sozialen Netzwerken bereits diskutiert, ob das internationale Vertrauen hierin mittlerweile endgültig verloren gegangen ist. 01.03.2026 - Dennis Braun/TV Wunschliste Bild: ARD/SWR/Claudius Pflug [www.wunschliste.de] In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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