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"Braunschlag 1986": Termin für Fortsetzung der ORF-Kultserie verkündet
In der ersten Staffel heckte Bürgermeister Gerri Tschach (Robert Palfrader) der Gemeinde Braunschlag im niederösterreichischen Waldviertel einen perfiden Plan aus, nachdem er die Gemeindekasse mit zwielichtigen Geschäften ruiniert hatte. Zusammen mit seinem besten Freund, dem Discobesitzer Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek), stellte er eine fingierte Marienerscheinung auf die Beine, die Heerscharen von Pilgern in den beschaulichen Ort locken sollte. Das klappte zunächst auch tatsächlich - bis der Vatikan einen misstrauischen Abgesandten nach Braunschlag schickte, um das vermeintliche Wunder zu begutachten. Dies war jedoch nur der Anfang einer ganzen Kette zunehmend abstruser Ereignisse, die darin gipfelten, dass ein Atomunfall das Gebiet unzugänglich machte. "Braunschlag 1986" setzt dort an, wo die Serie vorerst endete. Nach dem Atomunfall sind alle Bewohner aus der Gemeinde geflüchtet - alle bis auf zwei: Gerri Tschach und Richard Pfeisinger trotzten dem Exodus. Nun ist die Luft wieder rein - aber irgendwie auch gleich wieder raus. Daraufhin kommt dem Bürgermeister eine Idee für eine neue Verordnung: In Braunschlag herrscht ab sofort das Jahr 1986. Nostalgie trifft Digital Detox. Und so langsam kehren auch die ehemaligen Bewohner zurück. Doch das Erfolgskonzept bleibt natürlich nicht unbeobachtet: Der jugendliche Investor B.B. (Arthur Vischer) lauert und auch die Politik will ihren Fußabdruck hinterlassen. Die Tatsache, dass 1986 auch gesellschaftlich viele Dinge anders waren als heute, wühlt das Wahlvolk auf - und dann steht plötzlich die geheimnisvolle Ronda (Gabriela Garcia Vargas) auf der Tanzfläche der Disco Lametta. ![]() Erneut in ihre Rollen schlüpfen auch Maria Hofstätter ("Paradies"-Trilogie), Nina Proll ("Vorstadtweiber"), Manuel Rubey ("ORF Landkrimi") Simon Schwarz "Eberhoferkrimis"), Thomas Stipsits (Wien-"Tatort"), Stefanie Reinsperger (Dortmund-"Tatort"), Sabrina Reiter, Christopher Schärf, Raimund Wallisch, Branko Samarovski, Erol Nowak, Inge Maux und David Wurawa. Neu mit dabei ist Nora Waldstätten. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2025 wieder im nördlichen Waldviertel statt. "Braunschlag 1986" ist eine Produktion von Superfilm in Koproduktion mit dem ORF, gefördert von Fernsehfonds Austria, FISA+ und Land Niederösterreich. "Braunschlag" zeichnet sich durch eine typisch österreichische Melange aus schwarzem Humor und tiefer Melancholie aus, die Autor David Schalko im Verlauf der acht Folgen der ersten Staffel zunehmend auf die Spitze trieb. Neben den skurrilen Einwohnern der Gemeinde zeichnet sich die Serie durch den respektlosen Umgang mit Themen wie Katholizismus, Korruption und Kellerverliesen aus. Im Vorfeld der Ausstrahlung gab es Befürchtungen, dass sich die Serie kaum für eine klassisch lineare TV-Ausstrahlung eignen könnte, da eine fortlaufende Handlung über acht Folgen erzählt wird und die Serie wenig massentauglich sei. Autor Schalko befand hingegen, dass es lediglich eine Frage der Aufnahmebereitschaftsei. Trotz der Bedenken wollte die damalige ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner "Braunschlag" als Filetstück ihrer programmlichen Neuerungenpräsentieren und strahlte die Serie zur Primetime aus - und wurde dafür belohnt: Im Herbst 2012 sorgte "Braunschlag" in ORF 1 für Quotenrekorde mit bis zu 36 Prozent Marktanteil - und das, obwohl die Serie schon mehrere Monate zuvor auf DVD veröffentlicht worden war. Letztendlich wurde sie zur meistgesehenen eigenproduzierten ORF-Serie seit zwei Jahrzehnten, gerade auch in der jungen Zielgruppe. In Deutschland wurde "Braunschlag" hingegen nur in der Nische auf den Sendern RTL Crime und Einsfestival (das heutige One) erstausgestrahlt. Der damalige ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz vermutete, dass sich "Braunschlag" aufgrund des enthaltenen Lokalkolorits für den internationalen Markt nicht eignen würde und auch nicht refinanzierbar sei. Gleich zweifach gab es Pläne einer US-Adaption - erst von FOX und dann von ABC -, doch zu einer Umsetzung kam es letztendlich nicht. 20.02.2026 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste Bild: ORF/Superfilm [www.wunschliste.de]
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