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(Update) Überraschender Abschied: "Tagesthemen"-Chef Helge Fuhst verlässt die ARD
Gegenüber t-online bestätigte der NDR, dass Helge Fuhst seine Aufgaben bei "ARD-aktuell" und den "Tagesthemen" niederlegen wird. Alle weiteren Informationen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Laut der KNA will Fuhst zu einem noch nicht namentlich genannten privaten Medienunternehmen wechseln. Sein berufliches Ziel soll im Februar bekannt gegeben werden. Dort soll er sowohl Managementaufgaben übernehmen als auch selbst vor der Kamera stehen - ähnlich, wie er es in den vergangenen fünf Jahren bei ARD-aktuell tat. UPDATE (14. Januar): Inzwischen wurde bekannt, dass Helge Fuhst von ARD-aktuell zur Axel Springer SE wechselt. "Zum nächstmöglichen Zeitpunkt" werde er den Vorsitz der Chefredaktionen der sogenannten Premium-Gruppe übernehmen, zu der die Marken WELT, Politico Deutschland und Business Insider Deutschland gehören. Parallel wird Fuhst zum Chefredakteur der WELT-Gruppe berufen. Der bisherige Chefredakteur Jan Philipp Burgard legt seine Funktionen mit sofortiger Wirkung nieder - "aus gesundheitlichen Gründen", wie überraschend mitgeteilt wurde. Die Entscheidung sei Burgard sehr schwer gefallen, doch nach einem schweren körperlichen Zwischenfallhaben ihm die Ärzte dazu geraten, sich mehr auf seine Gesundheit zu konzentrieren. Mathias Döpfner, CEO der Axel Springer SE: Mit Helge Fuhst übernimmt ein hervorragender Journalist und ausgezeichneter Medienmanager die redaktionelle Spitze der Premium-Gruppe. Er wird den Weg, den wir vor einem Jahr erfolgreich eingeschlagen haben, weiter ausbauen und die strategische Ausrichtung der Marken gemeinsam mit den Chefredakteuren schärfen. Ich bin froh, dass die Premium-Gruppe gestärkt und perfekt aufgestellt in das Superwahljahr 2026 geht. Jan Philipp Burgard hat die Gruppe im vergangenen Jahr sehr gut aufgestellt und Welt TV zu Rekordergebnissen geführt. Dafür danke ich ihm sehr. ZUVOR: Der gebürtige Hannoveraner absolvierte beim NDR sein Volontariat und war bereits zwischen 2012 und 2013 für die "Tagesthemen" tätig. Anschließend wechselte er zum WDR, wo er persönlicher Referent des damaligen Intendanten Tom Buhrow wurde, der als sein Förderer gilt. 2016 wurde Fuhst zunächst Moderator und stellvertretender Programmgeschäftsführer beim Ereigniskanal Phoenix. Auf Vorschlag von Tom Buhrow wurde Fuhst Mitte Juni schließlich zum Programmgeschäftsführer von Phoenix gewählt. Auf dem Sender moderierte er den Polittalk "Unter den Linden" und war zudem Moderator des "Internationalen Frühschoppens". Im Oktober 2019 wurde Fuhst schließlich Nachfolger von Marcus Bornheim als Zweiter Chefredakteur bei ARD-aktuell. 2024 bewarb er sich als Nachfolger für den scheidenden WDR-Intendanten Tom Buhrow. Im zweiten Wahlgang unterlag er jedoch der damaligen WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau. Zahlreiche ehemalige "Tagesschau"- bzw. "Tagesthemen"-Moderatoren sind in den vergangenen Jahren zur privaten Konkurrenz abgewandert: Marc Bator ging zu Sat.1, Linda Zervakis wechselte zu ProSieben und Pinar Atalay zog es zu RTL. Der jüngste prominente Abschied war jener von Constantin Schreiber: Im Mai verließ der Journalist die "Tagesschau" und wechselte zu Axel Springer, wo er nun unter anderem als Global Reporter der WELT-Redaktion aus Israel über den Nahen Osten berichtet. 07.01.2026 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste Bild: NDR/Hendrik Lüders [www.wunschliste.de]
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