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230 Stellen gestrichen: RTL spart sich "Punkt" am Morgen und "Gala", VOX streicht "Prominent!"
So wird es ab Frühjahr ein neues, gemeinsames Morgenprogramm von RTL und ntv geben, das zwischen 6 und 9 Uhr zu sehen sein wird. Der genaue Starttermin, Titel sowie Moderatoren sind noch nicht bekannt. Die bisherigen RTL-Sendungen "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" gehen in der neuen Morgensendung auf, die aus einem ntv-Studioset kommen wird, das aktuell noch gebaut wird. Erhalten bleibt das Mittagsmagazin "Punkt 12". Darüber hinaus trennt sich RTL von dem TV-Ableger der Zeitschrift "Gala" am Samstagvorabend. VOX wiederum gibt nach fast 20 Jahren sein Boulevardmagazin "Prominent!" auf. Von beiden Magazinen laufen am kommenden Wochenende die letzten Ausgaben. Ebenfalls abgeschafft wird das Shortformat "#VOXStimme". Künftig werden alle VIP- und People-Themen von RTL in der Marke "Exclusiv" gebündelt. Die Sendung wird ab dem 17. Januar fortan sieben Tage die Woche laufen. In der Primetime soll sich RTL News künftig verstärkt auf das Magazin "Extra" sowie die Investigativ-Sendungen "Team Wallraff" und "stern Investigativ" konzentrieren. Factual Entertainment wird von RTL News hingegen künftig nicht mehr bedient. Teil der Konsolidierung der Marken und Geschäftsfelder bei RTL News seien zudem ein zentraler, plattformübergreifender Newsroom in Köln, mit einem Pendant in Berlin, und Inhalte-Desks mit dem Schwerpunkt auf VIP- und Magazin-Themen sowie der Steuerung der übergeordneten Zusammenarbeit bei ntv.de, stern.de und rtl.de. RTL begründet diese Schritt mit einem herausfordernden Marktumfeld und einem sich rasant wandelnden Mediennutzungsverhalten. Daher wolle RTL News seine Marken, Inhalte und Prozesse konsequent neu ausrichten, um die "journalistische Qualität weiter zu stärken, redaktionelle Kräfte dank voranschreitender Digitalisierung und KI noch effektiver zu nutzen und die publizistische Schlagkraft in einer digitalen Welt zukunftsfähig auszubauen". Die Veränderungen (bzw. der Stellenabbau) sollen laut RTL in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat sowie im konstruktiven und engen Dialog mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen erfolgen, wobei betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen. Ausdrücklich nicht direkt betroffen von dem Stellenabbau von RTL seien ntv sowie stern, GEO und Capital. Martin Gradl, Geschäftsführer RTL News und ntv: Entscheidungen wie diese fallen uns nicht leicht und sind sehr schmerzhaft. Gleichzeitig sind sie notwendig geworden, um RTL News weiterhin in einer starken und zukunftssicheren Position zu halten. Uns ist bewusst, wie sehr diese Veränderungen einzelne Menschen treffen. Hinter jeder Kollegin und jedem Kollegen stehen persönliche Geschichten, Engagement und viele Jahre Loyalität - dafür sind wir zutiefst dankbar. Ihnen allen gilt unser ausdrücklicher Dank und Respekt. Wir werden diesen Prozess verantwortungsvoll, fair und so transparent wie möglich gestalten. Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland, ergänzt: Wir stellen auch bei RTL News die Weichen verstärkt Richtung Digital. Wir bündeln unsere journalistische Schlagkraft und investieren gezielt in digitale Strukturen sowie KI-gestützte Prozesse - mit dem klaren Ziel, Qualitätsjournalismus für eine digitale Medienwelt nachhaltig weiterzuentwickeln. Diese Transformation ist notwendig, geht jedoch mit einschneidenden Entscheidungen einher. Dass Menschen, die mit großem Engagement zum Erfolg von RTL News beigetragen haben, ihren Arbeitsplatz verlieren, bedauern wir zutiefst. 07.01.2026 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste Bild: RTL/Stefan Gregorowius [www.wunschliste.de]
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