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Böhmermann: Vertragsverlängerung, aber deutlich weniger "ZDF Magazin Royale"
Gegenüber DWDL teilte der Sender mit, dass es im kommenden Jahr insgesamt 22 Folgen geben wird - aufgeteilt in verkürzte Frühjahrs- und Herbststaffeln. Das sind elf Ausgaben weniger als in den vergangenen drei Jahren, als jeweils 33 Folgen des "ZDF Magazin Royale" ausgestrahlt wurden, also ein Drittel weniger. Während der Sender selbst keine Angaben zu den Gründen für die Reduzierung macht, sei dies laut DWDL-Informationen von beiden Seiten aus erwünscht gewesen. So sei das ZDF zuletzt mit der journalistischen Qualität einzelner Sendungen unzufrieden gewesen. Auch außerhalb des ZDF geriet Böhmermann deshalb in den vergangenen Monaten immer wieder in die Kritik. Durch die verringerte Taktung erhoffe man sich beim Sender eine Qualitätssicherung. Jan Böhmermann wiederum wollte offenbar mehr Freiheiten, weshalb allem Anschein nach die Exklusivität der Zusammenarbeit zwischen dem ZDF und dem Satiriker ab 2026 endet. Er ist somit nicht mehr an den Mainzer Sender gebunden, sondern kann künftig auch woanders tätig sein. Trotz der deutlichen Reduzierung des "ZDF Magazin Royale" betont das ZDF, dass die Böhmermann-Dosis insgesamt unverändert bleibe. Seine Einsätze werden nun lediglich anders verteilt. Als Ausgleich seien mehrere Specials sowie ein Comeback von "Böhmi brutzelt" geplant. Von der ZDFneo-Kochshow gab es in diesem Jahr keine neue Staffel, dafür soll es nun 2026 eine umfangreichere Staffel mit acht neuen Folgen geben. Ebenso sind zwei neue Ausgaben der ZDF-Primetimeshow "Lass dich überwachen!" geplant. Im Oktober berichtete die BILD darüber, dass das ZDF vor der Sommerpause erwogen haben soll, den Vertrag mit Jan Böhmermann nicht zu verlängern. Dem Boulevardblatt zufolge sollen sich die Senderverantwortlichen daran gestört haben, dass das "ZDF Magazin Royale" angeblich "zu einseitig" sei und, gemessen an den Problemen, zu wenig Quote einfahre. Zur letztendlich doch erfolgten Vertragsverlängerung soll es laut BILD lediglich gekommen sein, weil sich das ZDF nach der kurzzeitigen Absetzung des US-Satirikers Jimmy Kimmel auf Druck von Präsident Donald Trump einen vergleichbaren Shitstorm ersparen und Böhmermann "nicht zum Märtyrer werden lassen" wollte. Der Darstellung in diesem Bericht widersprach das ZDF und teilte gegenüber t-online mit: Das ZDF hat deutlich erklärt, dass der Sender beabsichtigt, die Zusammenarbeit mit Jan Böhmermann und der Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld UE GmbH auch 2026 fortzusetzen. Diese Absicht stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. 01.12.2025 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste Bild: ZDF/Jens Koch [www.wunschliste.de]
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