Es ist genau diese Assoziationskette voller verächtlichmachender Unterstellungen, die den meisten sauer aufstößt.
Dieses dozierende, als überhebliche
"Umerziehungsversuche" empfundene, abgehoben wirkende akademische Zurechtweisen an überkommenen Sprachmustern festhaltender Menschen erzeugt erwartungsgemäß nur Widerstand und Rebellion.
Sie werden bei unbedachter Benutzung der von selbst ernannten Eliten auf den Index gesetzter Wörter herablassend in den Dunstkreis von Nazis, Antisemiten, Rechtsextremisten und Rassisten gerückt, was zwangsläufig zu empörten Abwehrreaktionen führt.
Diese neue woke Sitten- und Sprachpolizei in den und außerhalb der Medien hat ganz maßgeblich zum Aufstieg der AfD beigetragen, die sich nicht nur aus der Unzufriedenheit der Wohlstandsverlierer speist, welche den Regierenden "einen reinwürgen" wollen, sondern auch aus dem Unmut derjenigen, die das Gefühl haben, dass der Kulturkrieg "linker Intellektueller" mit Schützenhilfe der vor einigen Jahren noch ganz anders tönenden Fernsehsender gegen eine zunehmend renitente Bevölkerung mit den Mitteln der Sprache ausgetragen werden soll.
Doch wie man sieht erreicht man mit diesen Belehrungen und diffamierenden Schubladisierungen argloser Menschen nur das Gegenteil. Der "Altlinke" Dieter Hallervorden steckt doch nur den Finger in die Wunde.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.25 03:06.