
Bekannten und beliebten Figuren der Popkultur eine Frischzellenkur zu verpassen, ist besonders in den letzten Jahren die zentrale Marschroute vieler Produzenten und Autoren. Fast alles, was der Fundus hergibt, wird wieder ans Licht gezerrt und, sollten die Erfolgsaussichten vielversprechend sein, geplündert. Neuinterpretationen, wie sie tagtäglich angekündigt und veröffentlicht werden, sind jedoch Fluch und Segen zugleich. Segen, weil sich die Macher auf eine etablierte Marke beziehen, das Interesse des Ursprungspublikums oft sicher ist und es keine originellen Marketingkampagnen braucht, um den Stoff ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Fluch, weil mit einer Ikone, einer schon einmal erzählten Geschichte natürlich große Erwartungen einhergehen. Wird es gelingen, dem Geist der Vorlage Rechnung zu tragen, dabei aber andere spannende Akzente zu setzen? Einfach ist der Spagat keineswegs, wie zahlreiche eher misslungene, überflüssige Remakes und Fortsetzungen beweisen. Einen nicht ganz leichten Stand dürfte auch die serielle Neuinterpretation des legendären, von
Franco Nero gespielten Antihelden Django haben, der durch
Sergio Corbuccis gleichnamigen Italowestern aus dem Jahr 1966 zu einer oft zitierten und kopierten Kultfigur avancierte.
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16.02.2023 - Christopher Diekhaus/TV Wunschliste
Bild: Sky/Cos Aelenei