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"Die Wege des Herrn": Herausragender Lars Mikkelsen alleine reicht nicht
geschrieben von: TV Wunschliste, 29.11.18 12:05
Schon der Vorspann der dänischen Serie "Die Wege des Herrn" (international unter dem Titel "Ride Upon the Storm" bekannt) macht klar, dass hier die ganz großen Fragen des Lebens angesprochen werden sollen. Hände falten sich zum Gebet, Vogelschwärme durchpflügen den endlos scheinenden Himmel, Menschen schauen bedeutungsvoll in die Kamera, bevor Hauptdarsteller Lars Mikkelsen ("The Team", "House of Cards") als Pfarrer Johannes Krogh den in der protestantischen Kirche Dänemarks üblichen weißen Priesterkragen anlegt. Leben und Tod, die Frage nach dem Sinn unserer Existenz und nicht zuletzt das Ringen mit dem Glauben an Gott: Das sind die Themen, die "Borgen - Gefährliche Seilschaften"-Schöpfer Adam Price in seiner neuen Serie auffächert.

Ebenfalls von Anfang an klar wird, dass er diesmal keinen sympathischen Helden des Alltags als zentrale Figur ausgewählt hat, wie es die aufrechte Politikerin Birgitte Nyborg in seiner internationalen Erfolgsserie war (auch sonst wirkt die Serie wie ein Gegenentwurf zum optimistischen "Borgen"). Dieser Johannes ist alles andere als das Ideal eines Geistlichen: Statt anderen Menschen zugewandt wirkt er egozentrisch, statt offen und tolerant eher verbohrt. Den "wahren" Glauben zu vermitteln ist ihm wichtiger, als die kleinen Schwächen und Wünsche seiner Gemeindemitglieder zu akzeptieren und ihnen entsprechend seelsorgerisch zu begegnen. Von kirchlichen Reformen hält er nichts. Wenn eine Kirche in seinem Amtsbezirk als Propst geschlossen werden soll, wird er zum furiosen Kämpfer, mit seiner zwischen konservativ und reaktionär pendelnden Auslegung seiner Religion stößt er aber auch enge Mitarbeiter und eigene Familienmitglieder vor den Kopf. Den Ansprüchen an alle Anderen wird er selbst jedoch nicht im Geringsten gerecht, wenn es um sein eigenes Privatleben geht. So hat der verheiratete Mann eine Affäre mit einer Angestellten und serviert diese auf übelste Weise ab, nachdem ihm seine Ehefrau Elisabeth (Ann Eleonora Jørgensen aus "Italienisch für Anfänger" und die Mutter des ermorderten Mädchens in der ersten Staffel von "Kommissarin Lund") ein Ultimatum gestellt hat.


Was an der Serie fehlt, um sie von "durchaus sehenswert" zum "Fernsehevent" zu heben, untersucht unsere TV-Kritik zu "Die Wege des Herren"

Arte strahlt die zehnteilige erste Staffel von "Die Wege des Herren" ab dem 29. November 2019 in schneller Folge am Donnerstagabend aus - alle zehn Episoden binnen drei Wochen, a, 29. November und 6. Dezember je drei Folgen, am 13. Dezember dann die verbleibenden vier.

Trailer zu "Die Wege des Herren"

29.11.2018 - Marcus Kirzynowski/TV Wunschliste
Bild: Studio Canal


[www.wunschliste.de]

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