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Ministerpräsidenten lehnen ARD/ZDF-Jugendkanal ab
Nach dem derzeitigen Modell würden sich die Kosten des neuen Jugendkanals auf 45 Millionen Euro belaufen. Die ARD würde zwei Drittel übernehmen, während das ZDF ein Drittel tragen würde. Um die Finanzierung des neuen Kanals zu ermöglichen, würden im Gegenzug die drei Digitalsender EinsPlus, Einsfestival und ZDFkultur eingestellt werden. Darauf konnten sich ARD und ZDF verständigen, doch um dieses Projekt letztendlich realisieren zu können, benötigen sie die Zustimmung der Regierungen der Bundesländer. Die Ministerpräsidenten bezweifeln allerdings, dass der Kostenrahmen von 45 Millionen Euro ausreichen wird und zeigten sich auch vom wenig ausgereiften inhaltlichen Konzept des geplanten Senders nicht überzeugt. ARD und ZDF sollen nun bis zum Frühjahr 2014 das Modell noch einmal überarbeiten. Auch wenn laut ZDF-Intendant Thomas Bellut der Jugendkanal "nicht vom Tisch" sei, stellt der Widerspruch der Ministerpräsidenten einen deutlichen Rückschlag des Projekts dar, das sich immer mehr zum Treppenwitz entwickelt. Sowohl die ARD als auch das ZDF wollen dennoch weiterhin an den Plänen des Jugendkanals festhalten. "Ich freue mich, dass die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dem Vorhaben grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber stehen. Thomas Bellut und ich haben den Ländern zugesagt, die Finanzobergrenze von 45 Millionen einzuhalten und hierfür keine Beitragserhöhung zu beantragen", teilt der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor mit. 25.10.2013 - Glenn Riedmeier/wunschliste.de Bild: ARD/ZDF [www.wunschliste.de] In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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