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Re: So schlau wie am Anfang
Deine Ausführungen in allen Ehren, aber wenn über Jahre hinweg sooo ein Mysterium um alles aufgebaut wird, reicht es mir jedenfalls nicht, die Auflösung in kurzen, banalen Nebensätzen zu erfahren. Im Nachhinein betrachtet wirkte alles einfach nur konstruiert und nicht konsequent zu einem Ende gebracht. Zu keinem zufriedenstellenden, jedenfalls. Viel zu banal, für das, was ich an Erwartungshaltung hatte. Und viele andere wohl auch.
Die Serie war einfach zu gut, um dann sowas als Ende vom Lied zu bringen. Vielleicht war einfach die sonstige hohe Qualität der Stolperstein, dem die Macher am Ende nicht mehr gerecht wurden. Was mir gefehlt hat, war einfach der große AHA-Effekt am Schluss. Wäre die Serie nicht so aufgebaut gewesen, dass man genau diesen einfach erwartet, hätten mich die fadenscheinigen Halberklärungen vielleicht auch mit einem glücklichen Lächeln zurückgelassen. Und nein, ich brauche keine vorgekauten Erläuterungen für Dummies. Ich rätsle absolut gerne mal selbst herum und interpretiere auch mal munter vor mich hin. Eine Serie, die jedoch darauf abzielt, Fragen über Fragen aufzuwerfen, die einen die Fingernägel vor Spannung abkauen lässt, sollte wenigstens am Ende irgendeinen Augenöffner bringen. Mehr als nur "Jacob war halt der Inselbeschützer, der sich einen Nachfolger suchte. Ende." Das hinterlässt gähnende Leere, sorry. Genauso wie eine mysteriöse vierzehige Statue, die letzten Endes halt einfach bloß irgendeine Göttin darstellt, der irgendjemand mal gehuldigt haben könnte. Schnarch... Na toll. Roter geht der Hering ja wohl nicht. Ach, was soll's. Vorbei und gegessen. Lost hat mich wirklich lange Zeit absolut begeistert, aber der Schluss war für mich schlichtweg ARM. Meine Meinung. In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
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