
Ja, es ist mal wieder soweit. Hier kommt eine Meldung über eine Fernsehpersönlichkeit, die offensichtlich über soviel Geschichtsverständnis verfügt, wie eine Abrissbirne. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch präsentierte Juliane Ziegler wie immer die Call-In-Show
"Night-Loft" auf ProSieben. Schließlich wurde ihr ein Anrufer ins Studio durchgestellt, der sagte, er sei etwas müde, weil er früh am Morgen zu arbeiten anfangen müsse. Daraufhin reagierte die Moderatorin wie folgt: "Ja, aber komm, da musst du ein bisschen enthusiastisch sein und arbeiten ... Arbeit macht frei", gefolgt von schrillem Gelächter (siehe
Video auf Sevenload.de).
Anschließend wurde Juliane Ziegler erst einmal vom Sender genommen, und ihre Co-Moderatorin Tina Kaiser bestritt die Moderation für eine Viertelstunde alleine. Als Ziegler später zurückkehrte, versuchte sie sich wie folgt zu entschuldigen: "Liebe Zuschauer, ich möchte die Zeit jetzt einfach nutzen, um etwas loszuwerden. Ich habe vorhin etwas fallen lassen, was so überhaupt nicht gedacht war. Ich möchte mich ausdrücklich dafür entschuldigen. Das ist 'ne Live-Moderation. Das hat sich wirklich blöderweise da eingeschlichen. Ich möchte davon Abstand nehmen - wirklich: Abstand nehmen - und ich möchte mich von allem einfach distanzieren, was damit in Verbindung steht, und mich nochmal ausdrücklich dafür entschuldigen. [...] Das sind diese Live-Momente, wo irgendetwas einfach rausflutscht, was man irgendwo mal aufgeschnappt hat."
Im Forum des kritischen Portals
Call-In-TV.de wurde der Vorfall noch während der Sendung diskutiert. "So tief kann man gar nicht ins Klo greifen ..." war noch eine der freundlicheren Reaktionen auf den Vorfall. Ein anderer User schreibt: "So etwas kann man nicht aufschnappen. [...] Man sollte doch schon etwas in der Geschichte bewandert sein."
Für "Night-Loft" ist es nicht der erste Live-Skandal. Bereits im vergangenen Oktober hatte Moderator Max Schradin den Kollegen eines Konkurrenzsenders als "pädophil" bezeichnet. Nach einer fragwürdigen Entschuldigung einen Tag später wurde er von ProSieben für sechs Wochen zwangsbeurlaubt. Was etwaige Konsequenzen für Juliane Ziegler angeht gibt es vom Sender bislang allerdings keine Reaktionen.
30.01.2008 - Ralf Döbele/wunschliste.de
Quellen: call-in-tv.de/Sat+Kabel; Bild: call-in-tv.de
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