Re: Jugendschützer beanstanden "Blade"-Ausstrahlung bei RTL
Die Entscheidung habe ich auch nie verstanden. Blade wirkt doch gewaltig inszeniert, mehr wie eine Aneinanderreihung von Video-Clip-Strecken, und wirkt gerade deshalb recht künstlich.
Was will man machen. In Deutschland hat man sich halt dazu entschieden, zum Schutz Jugendlicher Erwachsene zu entmündigen.
Filme wie Blade würde ich ansonsten niemals im Fernsehen sehen.
Dabei bin ich ansonsten gar nicht unbedingt ein Fan ausufernder Gewaltszenen, aber bei den ausuferndern Schnitten, die man selbst in Fernsehserien aufs Auge gedrückt bekommt, wird Fernsehen zunehmend unsehbar.
Das Problem ist für mich auch, dass die Maßstäbe dieser Jugendschützer willkürlich, subjektiv und wenig nachvollziehbar wirken.
Zum Glück, muss man sagen, scheinen die Wertvorstellungen solcher Institution doch im Wandel zu sein. Die Entscheidungen aus den 80ern, die irgendwie den Esprit von Frisiercreme im Haar und den Schalen Versprechen von Rückmarksschwund und behaarten Handrücken versprühen, sind zum Glück heute passé. Der Einfluss solcher "Katholiban" scheint dann doch zu schwinden.